Geschichte und Entwicklung


Nach dem Gesetz über die Verwaltung des katholischen Kirchenvermögens (Vermögensverwaltungsgesetz) vom 24. Juli 1924 können Kirchengemeinden zu einem Verband, der ganz oder teilweise die Erfüllung gemeinsamer örtlicher Aufgaben übernimmt, zusammengeschlossen werden.

Der Gemeindeverband wurde am 01. April 1927 als Gemeindeverband der Katholischen Kirchengemeinden der Stadt Dortmund gegründet. Im Zusammenhang mit der Ausdehnung des Gemeindeverbandes auf die Städte Castrop-Rauxel, Herne, Lünen und Schwerte erfolgte im Jahr 1978 die Umbenennung zum “Gemeindeverband Katholischer Kirchengemeinden Ruhrgebiet-West im Erzbistum Paderborn“. Im Jahr 1999 erfolgte dann wiederum die Umbenennung zum jetzigen Namen in „Gemeindeverband Katholischer Kirchengemeinden Östliches Ruhrgebiet“.

Der Gemeindeverband erfüllt im Wesentlichen folgende Aufgaben:

  • Verwaltungshilfe für die angeschlossenen Kirchengemeinden
  • Wahrnehmung der Interessen der Kirchengemeinden gegenüber dem Erzbischöflichen Generalvikariat in Paderborn und den kommunalen und staatlichen Behörden
  • Wirtschaftliche Betreuung der zugeordneten selbständigen Einrichtungen mit überpfarrlichem Charakter.

In den zurückliegenden Jahren hat sich der Gemeindeverband zu einem Dienstleister für die Kirchengemeinden entwickelt. Der Schwerpunkt wird heute in einer umfassenden Betreuungsleistung für die angeschlossenen Kirchengemeinden und ihren Kindertageseinrichtungen gesehen. Die Arbeit des Gemeindeverbandes dient in erster Linie der Entlastung der Seelsorger und Kirchenvorstände vor Ort zur Erfüllung ihrer ureigenen Aufgaben.

Organe des Gemeindeverbandes sind die Verbandsvertretung sowie der von der Verbandsvertretung gewählte Verbandsausschuss.

Das Verbandsgebiet umfasst die Dekanate Dortmund und Emschertal sowie die im Dekanat Unna gelegenen Städte Schwerte und Lünen (südlich der Lippe).

Durch die Neuregelung der Pastoralen Räume, die im Erzbistum Paderborn ab dem 01. Januar 2010 schrittweise auf den Weg gebracht wurde, haben zwischenzeitlich auch im Verbandsgebiet Rückpfarrungen von Kirchengemeinden sowie eine Fusion stattgefunden, so dass mit Stand vom 01. Januar 2014 nicht mehr 103 sondern insgesamt 93 katholische Kirchengemeinden dem Verbandsgebiet angehören.

Der Gemeindeverband ist gemeinsam mit den Vereinigten Evangelischen Kirchenkreisen seit 1982 Träger der Telefonseelsorge Dortmund.

Seit 1986 ist der Gemeindeverband auch Träger des Katholischen Centrums/Maximilian-Kolbe-Hauses in Dortmund.

Im Jahr 2009 wurde von der Verbandsvertreterversammlung beschlossen, die „Katholische Kindertageseinrichtungen Östliches Ruhrgebiet gGmbH“ zu gründen. Die katholischen Kirchengemeinden als Träger von Kindertageseinrichtungen haben seit dem 01. August 2009 die Möglichkeit dieser gGmbH beizutreten um die Betriebsträgerschaft ihrer Kindertageseinrichtung an die Kita gGmbH zu übertragen.

Im Jahr 2011wurde in Trägerschaft des Gemeindeverbandes die Grabeskirche Liebfrauen eröffnet als Pilotprojekt im Erzbistum Paderborn. Die Grabeskirche Liebfrauen ist eine Urnenbeisetzungsstätte für alle Menschen, die sich mit einem Begräbnis in christlicher Form einverstanden erklären.

Mit Stand vom September 2016 sind neben dem Geschäftsführer angestellt:

40 Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen und zwei Auszubildende in der Verbandsgeschäftsstelle

6 Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen für das bzw. im Kath. Centrum

5 Mitarbeiterinnen für die Kita gGmbH

2 Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen für die Grabeskirche Liebfrauen